Freitags-Fragen

Mit diesem Freitag scheint sich nun auch der Sommer zu verabschieden. Auch wenn es sicher noch ein paar schöne Tage geben kann, so weiß ich doch auch, dass der Sommer nun endgültig ein Ende hat.

Ich habe die letzten Tage sehr genossen, war abends immer draußen und habe in lauer Spätsommer-Luft den Sonnenuntergang genossen. Der inzwischen auch schon so verdammt früh einsetzt.

Wie auch immer.

Ich Trottel habe heute morgen noch dem nahenden Herbst getrotzt und mir ein Kleid angezogen. Wohlwissend, dass der Temperatursturz naht. Heute morgen war es noch so herrlich warm. Da war selbst die Jacke zu viel. Immerhin hab ich eine mitgenommen.

Nun gut, es wird Zeit für die Freitags-Frage aus dem  Brüllmausblog.

1.) Was ist Dein Geheimtipp gegen Erkältung?
Ich verstehe die Frage jetzt mal so, was hilft erst keine zu bekommen.
Mich nennen ja manche paranoid, weil ich mir ständig die Hände wasche. Vor allem dann, wenn ich Leuten die Hand gegeben habe. Eine Unsitte, die abgeschafft gehört. Denn leider gibt des noch viel zu viele Menschen, die in die Handinnenfläche Husten oder sogar Niesen. Das ist echt widerlich und verbreitet Bakterien, Keime und Viren.
Daher fasse ich auch keine Türklinken an. Auch hier sagen viele, vor allem, die mich dabei beobachten, wie ich im Sommer teilweise sehr umständlich Türen öffne, dass ich nicht ganz dicht bin. Ich fasse generell nichts an, was andere Menschen berührt haben könnten, weil ich eben nicht weiß, wo die Menschen zuvor mit ihren Händen unterwegs waren. Ja, das ist paranoid.
Aber nach dem letzten Jahr bin ich das gern.
Ich habe einfach keinen Bock mehr auf Krankheiten.

Aber ich schweife ab, schon wieder.

Also GEGEN Erkältung hilft allgemeinhin ein gutes Immunsystem. Das bekommt man, wenn man den Stress im Zaum hält, ausreichend schläft, sich gesund ernährt und sich in frischer Luft bewegt. Ich schwöre zudem auf kaltes Duschen.

Auch hier halten mich viele für bekloppt. Einschließlich meines Mannes, der ein absoluter Warm-Duscher ist. Ich hingegen wasche mich grundsätzlich mit kaltem Wasser und lasse mir jeden Morgen kaltes Wasser über die Beine laufen.

Danach ist man wirklich wach!

Zudem strafft es die Haut und soll ja auch eben das Immunsystem stärken.

2.) Was hat Deinen Lieblingslehrer oder Deine Lieblingslehrerin ausgemacht?
Also die Worte Liebling und Lehrer passen definitiv nicht zusammen.
Daher hatte ich keine Lieblingslehrerin oder -Lehrer.

3.) Denkst Du bereits über Weihnachtsgeschenke nach?
Da wir uns zu Weihnachten nichts schenken, ist das überflüssig.

4.) Die Wahl der Qual: Mit etwas Peinlichem in die Lokalzeitung kommen oder von allen zum Geburtstag vergessen werden?
Hm, sagt man nicht, jede Werbung ist gute Werbung? Daher wäre eine Peinlichkeit vielleicht gar nicht so schlecht, um ins Gespräch zu kommen.
Wenn man meinen Geburtstag vergessen würde, wäre ich schon sehr traurig. Vor allem, wenn ich nicht wüsste, warum man mich vergessen hat. Ich würde denken, dass mich keiner mehr lieb hat, und das würde mich doch sehr traurig machen.

So, das also dazu.

Ich werde mich am Wocheneden unter eine wärmende Decke verkriechen und vom vergangenen Sommer träumen.

Ich wünsche euch allen dennoch ein tolles Wochenende. Macht was draus.

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Alle verrückt, da draußen

Wie ich schon oft erwähnte, bin ich nicht besonders glücklich, dass Hamburg zur Fahrrad-Stadt werden soll.

Je voller die Fahrradwege werden, umso weniger macht es Spaß sich ebenfalls mit dem Fahrrad fortzubewegen. Zumal man ja auch nicht mehr voran kommt. Man steht tatsächlich manchmal sogar im Stau. Von den verrückten Radfahrern mal ganz abgesehen.

Ebenfalls hinreichend erwähnt, konnte ich im letzten Jahr gar nicht und in diesem Jahr nur selten mit dem Rad fahren. Es fällt mir noch immer schwer und ich muss immer aufpassen mich nicht zu überfordern, was mir verdammt schwer fällt. Doch der Drang mich dem Husten zu ergeben ist unwiderstehlich, wenn ich zu schnell mit dem Rad fahre.

Etwas, was mir ehrlicherweise auch noch immer schwer zu schaffen macht.
Aber ich schweife ab, schon wieder.

Heute bin ich also mal wieder mit dem Rad ins Büro gefahren. Glücklicherweise fahre ich erst dann, wenn die Rush-Hour bereits vorbei ist. Normalerweise ist dennoch immer viel Verkehr auf den Radwegen, vor allem rund um die Alster. Aber heute war es gespenstisch leer. Sehr merkwürdig. Aber gut für mich.

So konnte ich entspannt ins Büro fahren. Tatsächlich keine Vorkommnisse mit andern Radfahrern. Was sonst grundsätzlich und IMMER der Fall ist.

Heute hatte ich eine andere Begegnung der dritten Art und war entsetzt, was da draußen los ist und was für ein harter Umgangston herrscht.

Als Radfahrer muss man seine Aufmerksamkeit ÜBERALL haben, um unbeschadet voran zu kommen. Daher achte ich auf ALLES. Auf Fußgänger, Autofahrer in jeder Form. Ob sie parken oder fahren, man muss einfach alles im Blick haben.

Um stressfrei ins Büro zu kommen, nehme ich einen größeren Umweg in kauf und fahre über kleinere Seitenstraßen. In einer dieser Straßen gibt es NIE Parkplätze. Sie führt durch das Uni-Viertel. Dennoch versuchen es immer wieder Autofahrer und sind daher eher langsam unterwegs.

Diesen Autofahrern gilt meine erhöhte Aufmerksamkeit, denn wenn sie glauben einen freien Platz gefunden zu haben, bleiben sie gern mal abrupt stehen.

Zwei Autos kamen sehr langsam von rechts aus einer Straße gefahren. Ich wollte geradeaus. Ganz klar, die Autos haben Vorfahrt. Bei mir klappt das noch mit Rechts-Vor-Links. Also fuhr ich entsprechend langsam.

Auf der linken Straßenseite wollte ein Fußgänger die Straße queren und bewegte sich an parken Autos vorbei auf die Straße. Er ging langsam. und sah die beiden Autos abbiegen und damit seinen Weg kreuzen.

Früher war hier wohl mal ein Zebrastreifen, der wurde aber mittlerweile geschwärzt. Dennoch hat ja der Fußgänger Vorrang. Der erste Autofahrer sah das aber anders und fuhr im Schritttempo an dem Fußgänger vorbei.

Eigentlich gar kein Problem. Der Fußgänger hatte den Autofahrer kommen sehen, blieb sogar stehen und ging erst weiter, als er bemerkte, dass der Autofahrer NICHT bremsen würde. Voller Wut  schlug der Fußgänger mit flacher Hand auf das Autodach und schrie herum, was das für eine Frechheit sei, ihm beinah über die Füße zu fahren.

Der Autofahrer stoppte abrupt, sodass ihm beinah der hinter ihm fahrende PKW aufgefahren wäre. Der Mann im ersten Wagen steig aus und brüllte den Fußgänger an:

„Was hast du Arschloch mit meinem Auto gemacht?!“

Daraufhin brüllte der Fußgänger zurück:

„Du Arschloch wolltest mich über den Haufen fahren.“

Aus dem Augenwinkel sah ich, wie die beiden Männer aufeinander zu gingen. Beide sahen sehr gewaltbereit aus und ich entschied das Weite zu suchen.

Sollte der Fahrer im zweiten Wagen als Zeuge dienen, sollte es tatsächlich handgreiflich werden.

Eigentlich war ja gar nichts passiert. Niemand war zu Schaden gekommen. Der Fußgänger hätte einfach ein paar Sekunden warten können und hätte ohne Probleme die andere Straßenseite erreicht. Doch der Fußgänger pochte auf sein Recht und provozierte quasi einen Unfall.

Was hätte ich als Zeuge also aussagen sollen?

Für mich waren beide im Unrecht.

Da stellt sich mir doch aber die Frage, was da draußen los ist?

In was für einer Gesellschaft leben wir?

Warum gibt es keinen Respekt mehr unter den Menschen?

Mir macht das ehrlicherweise wirklich Angst. Was, wenn einer jetzt bewaffnet gewesen wäre? Hätte er mit Gewalt seinen Willen durchgesetzt?

Was bringt es, auf Biegen und Brechen auf sein Recht zu pochen?
Bringt uns das nach vorn und ein Stück weiter?

Fragen über Fragen, die wahrscheinlich nicht beantwortet werden.

Mein Sommer in Bildern

Heute morgen musste ich darüber nachdenken, wir merkwürdig das doch mit unserer Wahrnehmung und der Erinnerung ist.

Im April haben wir Teile unserer Wohnung renoviert. Das kommt mir vor, als wäre das letztes Jahr gewesen, oder noch viel länger. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es erst gestern war, als die Bäume endlich grün wurden.

Wo ist nur der Sommer geblieben? Warum soll der jetzt schon vorbei sein, wo er doch gerade gestern erst begonnen hatte?

Um mich zu überlisten und auch ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen, habe ich mir die Fotos angesehen, die ich zum Glück fleißig machte.

Das will ich euch nicht vorenthalten und euch einen Teil meines Sommers zeigen.

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Ich hoffe, es kommen auch noch Sommer-Bilder vom Oktober hinzu.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Tief in mir glaube ich ja doch an so was wie Karma. Oder Schicksal?
Spirituell bin ich jedenfalls nicht. Und in keiner Weise religiös. Auch wenn ich so erzogen und nicht nur getauft, sonder auch konfirmiert wurde. Aber nach dem Tod der Schwägerin glaube ich erst recht nicht mehr.

Aber das ist ein anderes Thema und gehört hier ohnehin nicht hin. (Meine selbstauferlegte Regel: KEINE Politik und KEINE Religion.)

Aber wo bleibt die Gerechtigkeit, wenn es kein Karma geben würde?

Wahrscheinlich wurde das Karma nur deshalb erfunden, damit man den Menschen irgendeine Form des Glaubens geben kann. Dem Glauben, dass das Leben gerecht ist.

Doch es gibt Momente, da gerät mein Weltbild ins Wanken. Ich zweifle daran, ob es wirklich Karma gibt und damit verbunden Gerechtigkeit.

Erst neulich hatte ich wieder eine Situation, in der ich hätte verzweifeln können.

Seit einigen Wochen habe ich den Fahrdienst für eine liebe Freundin übernommen, die durch einen Unfall an Krücken gehen musste und daher mobil eingeschränkt war.
Die Strecke zu ihr führte teilweise über eine Bundesstraße, die zwischendurch auch zur Autobahn wird. Dadurch kommt man recht gut voran.

Erstaunlich dabei ist auch, dass ich die einzige Verkehrsteilnehmerin war, die sich an die vorgeschrieben 60 km/h gehalten hatte.

Neulich fuhr ich also wieder besagte Strecke. Mitten drin befindet sich aufgrund einer Baustelle eine Ampel. Ich musste nicht abbremsen, da die Ampel auf Grün wechselte, als ich mich ihr näherte. Dadurch konnte ich die rechts stehen Fahrzeuge überholen.

Gerade, als ich mich im Überholvorgang befand, dabei nur kaum die 60 km/h überschritt, sah ich bereits im Rückspiegel wie sich ein PKW mit hoher Geschwindigkeit näherte. Ich dachte, der muss dann eben warten, bis ich an den andern vorbei gefahren sei.

Ich erschrak fürchterlich, als der PKW rechts neben mir auftauchte und sich in die minimale Lücke quetschen wollte, die zudem immer enger wurde, weil ich ja gerade überholte. Wie man sich denken kann, musste ich stark bremsen. Dennoch wollte ich den Überholvorgang nicht abrechen und hupte.

Der Fahrer des PKW hupte zurück und drängelte weiter in die Lücke. Ich hatte keine Wahl. Entweder hätte ich einen Unfall riskiert oder ich musste eine Vollbremsung machen. Ich entschied mich für Letzteres.

Der PWK scherte vor mir ein und hupte munter weiter. Die Insassen im nun vor mir fahrenden Fahrzeug drehten sich um und lachten sich kaputt. Dann gab der Fahrer Gas und verschwand recht schnell.

Ich merkte mir zwar das Nummernschild, und dachte noch, wie bescheuert der Typ sei, so eine Aktion mit einem Car-To-Go-Fahrzeug zu machen, aber unterm Strich wurde mir dann doch schnell klar, dass es keinen Sinn haben würde zur Polizei zu fahren, um ihn anzuzeigen. Ich war allein und in dem Wagen waren neben dem Fahrer noch zwei seiner Freunde.

Klar, wie das ausgehen würde.

Ich schrieb daher die Car-To-Go-Firma an und beschwerte mich über den Fahrer.

Auch klar, dass nichts passierte.

Und jetzt frage ich mich, wo und wann hier bitte mal das Karma eingreift?
Wo bleibt hier die Gerechtigkeit?

Wenn nichts passiert, macht dieser Typ das ständig und immer wieder. Fühlt sich dabei wahrscheinlich auch noch großartig und total männlich.

Mir bleibt jetzt nur mir vorzustellen, wie das Karma gnadenlos zuschlägt und diesen Typen für sein Verhalten straft.

Doch wenn dem nicht so ist, dann macht der einfach immer weiter und weiter und weiter.

Das ist so männlich

Seit einigen Jahren ist es in Mode gekommen – und das vor allem gern nachts – mit lautem Motorengeräusch durch die Stadt zu rasen. Am Geräuschpegel kann ich bereits gut heraushören, wie schnell ein Auto- oder Motorradfahrer unterwegs ist.

Ich kann euch sagen, das NERVT!

Im letzten Jahr bin ich teilweise drei Mal nachts wach geworden, weil irgend ein Idiot mit brüllendem Motor durch die Stadt gefahren ist.

Das ist tatsächlich ein Nachteil, wenn man mitten drin wohnt. Wenn zudem eine vierspurige Straße in der Nähe ist, wird es grenzwertig.

Besonders schlimm ist es, wenn Rennen gefahren werden. Es ist nicht die Frage ob, sondern nur wann ein schlimmer Unfall passieren wird. Und ich hoffe, das dabei kein Außenstehender zu Schaden kommt.

Glücklicherweise gibt es seit letzen Jahr in Hamburg die Soko „Autoposer“. Sie sind sehr fleißig und ich bilde mir ein, dass es tatsächlich nachts ruhiger geworden ist.

Obwohl ich dennoch glaube, dass es einen magischen Reiz auf ein paar vollkommen hirnlose Menschen ausübt, wenn sie wissen, dass sie gejagt werden.

Wenig erstaunlich ist, dass es sich bei den Autoposern meist um Männer handelt.

Was mich jedoch vollkommen erstaunt, ist der Grund weshalb manch einer mit lautem Getöse durch die Stadt brettert: Das sei so männlich!

Wie wenig Selbstwertgefühl muss Mann haben, wenn er ein lautes Auto braucht, um sich männlich zu fühlen?

Glauben die Typen allen ernstes, dass Frauen das toll finden?

Gut, es mag ein paar Geschlechtsgenossinnen geben, die darauf abfahren, dass der Mann ein teures Auto fährt und einen auf dicke Hose macht. Doch die Enttäuschung dürfte umso größer sein, wenn der Mann dann irgendwann tatsächlich sein Können und das, was er in der Hose hat, unter Beweis stellen soll.

Spätestens dann wird doch wohl jedem klar, wie männlich so ein Mann tatsächlich ist.

Freitags-Fragen

Was soll ich sagen: heute morgen habe ich mich schon wieder gefragt, wo die Woche geblieben ist?
Geht das eigentlich nur mir so?
Ist das so, wenn man älter wird?
Oder liegt doch Wahrheit in dem Spruch „Wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert“?

In dem Fall scheine ich mich prächtig uz amüsieren.
Schade nur, dass ich meist davon gar nichts mitbekomme.

Zudem habe ich heute morgen mit Schrecken festgestellt, dass der September auch schon wieder zur Hälfte vorbei ist. Wie konnte das nur wieder passieren?

Was mich heute mal wieder zu den Freitags-Fragen aus dem Brüllmaus-blog gebracht hat.

1.) Worüber denkst Du zur Zeit oft nach?
Mein Hirn rotiert den ganzen Tag und sogar in der Nacht und beschert mir unmögliche Träume. Neben meiner Arbeit, über die ich viel nachdenken muss, habe ich in letzter Zeit mal wieder feststellen müssen, wie verdammt kurz das Leben ist.
Von einer Sekunde zur nächsten kann es vorbei sein, oder es ändert sich in einem Umfang, mit dem man nicht gerechnet hat.
Daher sollte man im Grunde jeden Tag bewusst leben. Was ich durchaus versuche.
Doch wenn schon wieder Freitag ist, dann frage ich mich doch, ob ich das Leben wirklich richtig wahrgenommen habe?

2.) Bist Du gedanklich schon bereit für den Herbst oder hängst Du noch dem Sommer nach?
Eindeutig bin ich noch im Sommer und will ihn auch nicht aufgeben. Dabei war der Sommer in diesem Jahr in Hamburg so unglaublich fantastisch, großartig und einfach nur schön! Ich hatte angenommen, dieser Umstand würde mich milde stimmen, wenn sich der Sommer dem Ende neigt. Doch nun stelle ich fest, dass ich noch nicht bereit bin lange Hosen zu tragen. Und erst recht keine Socken oder Strümpfe!
Schlimm genug, das ich tagsüber bereits eine leichte Jacke trage.

3.) Hast Du Dich mit Artikel 13 befasst? Was denkst Du darüber?
Durch meinen Job bin ich ja auch so was wie ein Künstler. Zumindest ordnet mich der Staat in diese Kategorie ein. Was ich grundsätzlich nicht schlimm finde. Es ermöglicht mir ein sehr angenehmes Leben. Als Künstler darf man quasi alles.

Schon lange sehe ich das Internet als Fluch und Segen gleichermaßen.
Einerseits ist es für mich als Autor eine Möglichkeit meine Werke zu veröffentlichen. Gäbe es das Internet nicht, hätte ich keine Chance gelesen zu werden.
Für Musiker ist es jedoch eher Fluch als Segen. Klar, auch hier haben unbekannte Künstler die Möglichkeit bekannt zu werden.
Doch dürfen wir nie vergessen, dass Künstler auch leben müssen. Wovon soll ein Musiker leben, wenn seine Kunst nicht honoriert wird?
Darüber denkt kaum noch jemand nach.
Wir wollen im Internet alles Gratis haben. Jede Nachricht soll uns gut recherchiert aber bitte umsonst präsentiert werden.
Doch wovon sollen die Menschen leben, die dafür recht viel Zeit investieren, damit der User jederzeit und immer alles abrufen kann?
Und jetzt kommt mir nicht mit Werbung, die auf den Seiten geschaltet wird. Jeder kann sich an die eigenen Nase fassen und überlegen, ob er den Adblocker anschaltet oder sich doch von der Werbung berieseln lässt.
Irgendwann wird es das alles nicht mehr geben, weil eben keiner mehr Bock hat für lau zu arbeiten.
Wovon reden wir also?
Das Internet wird sterben … ja, das wird es über kurz oder lang, wenn für Inhalte nicht gezahlt wird. So oder so.
Es muss ein Umdenken stattfinden, damit es den Künstlern wieder Spaß macht und sie einen Sinn darin sehen, vor allem aber, damit sie davon auch leben können.

4.) Die Wahl der Qual: Völlig ideenlos sein oder vor Ideen strotzen, aber keine umsetzen können?
Das ist keine Wahl, das wäre so oder so das Ende meiner Existenz. Ich wäre Arbeitslos.
Wie auf Fragen 3 bereits erklärt, lebe ich von meiner Kreativität. Habe ich also keine Ideen mehr oder habe zwar welche, bin jedoch nicht in der Lage sie umzusetzen, habe ich keinen Job mehr. Also ein absolutes Horror-Szenario.

Das also mal wieder zu den Freitags-Fragen.

Genießt das schöne Spätsommerwetter und macht was draus.

Ich wünsche euch allen ein super tolles Wochenende!

Was wurde aus den Träumen des kleinen Mädchens?

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„Du kannst alles werden, was du willst.“

Wie oft hört man diesen Satz, ausgesprochen von liebenden Eltern, die ihren Kindern die Welt zu Füßen legen wollen. Sie wollen die Möglichkeiten ihrer Kinder nicht einschränken. Ihnen die Träume nicht nehmen, die in der kindlichen Naivität geträumt werden.

Ich wollte immer Mannequin oder wahlweise Schauspielerin werden. Oder beides. Bis mir die harte Wahrheit der Realität einen Strich durch die Rechnung machte und ich feststellen musste, dass ich einfach nicht mehr wachsen wollte.

Mit 18 Jahren hoffte, ich noch immer darauf einen Schub zu bekommen, der mir die ersehnten zehn Zentimeter schenken sollte und ich somit eine Karriere als Model antreten konnte. Alle andere Voraussetzungen brachte ich mit, nur war ich eben zehn Zentimeter zu klein.

Von wegen, du kannst alles werden, was du willst.

Warum sagen Eltern das ihren Kindern, wenn es meist am Ende ganz anders kommt?

Was, wenn der Wunsch, ein Arzt zu werden, daran scheitert, dass man einfach nicht den nötigen Intellekt hat, um ein Medizin-Studium zu absolvieren?

Wann kommt der Punkt, an dem Eltern ihren Kindern die Wahrheit über das Leben sagen sollten?

Für mich beginnt das mit der Lüge über den weißhaarigen Mann mit langem Rauschebart, der am 24. Dezember Geschenke an Kinder verteilt. Spätestens wenn die Kinder in die Schule kommen, müssen sie aufgeklärt werden, dass man sie ihr bisheriges Leben lang nur verarscht hat.

Auch so eine Sache, die ich wirklich merkwürdig finde. Kindern wird beigebracht, das Lügen falsch ist. Das soll man auf gar keinen Fall machen. Und doch lügen Eltern ihre Kinder über Jahre an. Geben vor, es sei doch nur zum Wohle des Kindes. Das sei wie ein Märchen. Mystisch und ein bisschen romantisch. Kinder könnten schließlich sehr wohl unterscheiden, dass Märchen eben nicht der Realität entsprechen.

Aber unterm Strich ist es nichts anderes als eine Lüge.

Aber ich schweife ab, schon wieder.

Zurück zu den Träumen, die wir als Kinder vom Leben hatten.
So viel Geld zu verdienen, dass man sich so viel Süßigkeiten kaufen kann, wie man will. Ins Bett zu gehen, wann man Lust hat. So lange zu schlafen, bis man von allein wach wird. Und überhaupt, endlich selbstbestimmt zu sein und nicht mehr machen zu müssen, was Eltern von einem wollen.

Doch dann muss man ziemlich schnell einräumen, dass das gesamte Leben geprägt von Zwängen ist. Der Arbeitgeber verlangt doch tatsächlich das pünktlich Erscheinen am Arbeitsplatz.

In einer Beziehung scheint es nicht besser zu laufen. Ständig muss man Kompromisse eingehen, sich unterordnen und eigentlich das machen, was andere von einem wollen.

Hatte man sich so sein Leben vorgestellt?

Was ist übrig von den Träumen, die wir als Kinder hatten?

Was ist aus euren Träumen geworden?