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Nein, das ist keine Rechenaufgabe, sondern die Einteilung der Stunden in denen man essen darf. Oder sollte.

Also Intervall-Fasten.

Das mache ich im Grunde bereits mein ganzes Leben. Besser gesagt von dem Zeitpunkt an, an dem ich selbstbestimmt war und ich endlich nicht mehr gezwungen wurde zu frühstücken.

Ich HASSE Frühstück!

Meinen Mann zuliebe frühstücke ich mit ihm am Wochenende. Glücklicherweise frühstücken wir dann meist erst nach 12 Uhr. Wenn es richtig gut für mich läuft, dann sogar erst um 14 Uhr.

Aber ich schweife ab. Schon wieder.

Eigentlich kreisen meine Gedanken um das Intervall-Fasten, was ja so super zum Abnehmen sein soll.

Was stimmt nicht mit mir, dass ich kein einziges Gramm damit abnehme?

Mein Mann meint, es könnte an der Uhrzeit liegen. Denn üblicherweise soll man die acht Stunden ab 12 Uhr nehmen. In denen man dann ja essen kann, was man möchte. Trotzdem natürlich in Maßen.

Meine ersten Mahlzeit gönne ich mir oft erst um 16 Uhr.

Was einfach dem geschuldet ist, dass ich vorher keinen Hunger habe.
ich habe mir angewöhnt erst zu essen, wenn ich das Gefühl habe, dass mein Magen nun etwas zu tun haben möchte.

Mein Mann dreht dann quasi schon durch, weil er meint, dass man spätestens Mittags etwas essen sollte. Wenn man denn schon das Frühstück auslässt.

Aber warum muss man nach einer Uhrzeit essen?

Was wäre, wenn man gar keine Uhr hat und sein Leben nicht nach Regeln leben müsste?

Wäre es dann nicht egal, wann man isst?

Wie dem auch sei. Ich esse eben oft erst am Nachmittag. Dann habe ich natürlich zur Abendessen-Zeit keinen Hunger. Also esse ich später, oder gar nicht. Je nachdem, was mein Magen meint.

Wenn ich also erst um 16 Uhr anfange zu essen, dann kann ich doch nach der Regel des Intervall-Fasten bis Mitternacht essen.
Was ich aber natürlich nicht mache. Dennoch kann es vorkommen, dass ich erst um 22 Uhr merke, dass ich Hunger habe. Da ich meist auch sehr spät ins Bett gehe, sehe ich darin kein Problem.

Aber warum nehme ich nicht ab?

Hat sich mein Körper bereits an den Rhythmus gewöhnt?

Ich bin ratlos. Manchmal sogar frustriert.

Da muss ich wohl durch.

Und ehrlicherweise ist das gerade eines der Probleme, die ich als Luxus-Problem deklariere. Vielleicht beschäftige ich mich auch nur deshalb damit, damit ich über den Rest nicht nachzudenken brauche.

 

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Fitness

Wer braut schon ein Fitness-Studio, wenn man einen Garten hat?

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Ja, ich weiß. Im Grunde ersetzt es da nicht. Gezieltes Training ist doch viel besser.

Aber selbst als ich noch regelmäßig gejoggt bin, hab ich das Training der einzelnen Musklegruppen sträflich vernachlässigt.

Und ja, die Gartenarbeit ersetzt leider auch nicht das Joggen.

Dennoch bin ich grad so derart geschafft und fühle mich, als hätte ich an einem Marathon teilgenommen. Ich habe mich dazu hinreißen lassen und habe ALLE Terrassen und ALLE Wege in dem Garten gefegt.

Mann, bin ich spießig.

Wir haben sogar den Weg vor dem Haus gefegt und geharkt.
Wobei ich hier die Hoffnung hege, dass dadurch die Hemmschwelle steigt und Hundebesitzer ihren Hunde NICHT auf den Weg kacken lassen.

Das passiert hier leider regelmäßig. Menschen sind schon sehr merkwürdig und ich verstehe nicht, was daran so schwer ist mit einer entsprechenden Tüte den Kot aufzunehmen und auch mitzunehmen. Und NICHT die Tüte in die Hecke zu schmeißen.

Auch das ist schon passiert.

Ich weiß, die Hunde können nichts dafür. Aber wenn man da nicht zum Hundehasser wird …

Nein, werde ich nicht. Ich hasse Hundebesitzer, die ihre Hunde einfach überall scheißen lassen und ihnen egal ist, dass jemand anderes den Dreck wegmachen muss.

So also hoffe ich nun, dass die Hundebesitzer ein Einsehen haben und es ihnen eventuell peinlich ist, ihren Hund auf einer freien Fläche kacken zu lassen. Wo man die Hinterlassenschaft eindeutig sehen kann.

Aber so wie ich weiß, dass der Giersch immer wieder kehrt, so weiß ich auch, dass Menschen eben Menschen sind. Und manche von ihnen sind, um es freundlich auszudrücken, speziell.

Noch etwas ist wirklich nervig und erschreckend zugleich.

In der Straße gibt es eine Schule. Die Kinder gehen also am Haus vorbei.
Und schmeißen ihren Müll einfach auf den Weg oder in die Hecke, oder sogar darüber. Es finden sich jede Menge Plastikflaschen, Papier und anderer Müll, den man einfach nicht auf der Straße haben möchte.

Aber wie gut, dass die Kids am Freitag zur Demo gehen …

Ja, auch das ist Verallgemeinerung und ich hasse das im Grunde.

Aber wenn ich den Müll sehe, den die Schüler hinterlassen, dann finde ich das wirklich ärgerlich. Und ja es sind die Kids. Denn jetzt, in den Sommerferien ist der Weg ohne Müll.

Das also dazu.

Ich bin jetzt jedenfalls rechtschaffend im Eimer und freue mich später auf mein Sofa.

Casual Friday

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Freiheit für die Füße

Und für den Rest meiner Beine.
Ich bin ja ohnehin in der glücklichen Lage meist anzuziehen, was ich will. Wer sollte es mir auch vorschreiben?

Nur selten muss ich mich Konventionen unterwerfen.

Aber nicht heute. Heute ist Freitag und somit quasi schon WOCHENENDE!

Bevor ich mich wieder vom Acker mache und mich in mein neu erstandenes Plantsch-Becken begebe, wollte ich euch noch ein herrliches Sommer-Wochenende wünschen.

Macht was draus und genießt es.

Viel zu schnell ist es wieder vorbei!

Ich mag das

SOMMER!

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Ich gebe zu, dass ich in diesen Tagen die Männer nicht beneide. Im Job kann man als Mann schließlich nicht in kurzer Hose und Schlappen ankommen. Ich kann jetzt jedoch alle meinen schönen Sommerkleider ausführen.

Seit letzem Jahr ist es ja auch kein Problem mehr mit diesen „gesunden“ Schuhen unterwegs zu sein. Inzwischen habe ich mir eine gute Auswahl angelegt.

Und es ist wie üblich: Das teuere Produkt ist einfach besser.

Optisch kann man mittlerweile ja kaum mehr einen Unterscheid feststellen. Doch der Tragekomfort ist eindeutig anders. Obwohl die günstige Variante durchaus auch tragbar ist.

Wie dem auch sei, ich genieße das heiße Sommerwetter.

Macht was draus und freut euch des Lebens!

Ich bin meine eigene Wetterstation

Zumindest was den Regen angeht.

An meinen Haaren kann ich genau erkennen, ob wir Regen bekommen oder eben nicht.

Am Grad der Locken weiß ich, ob ich den Garten noch gießen muss, oder ob wir mit Regen rechnen können.

Während sie gestern schon fast glatt anmuteten, fangen sie heute wieder an sich fröhlich zu locken.

Und neulich, als es so unglaublich geschüttet hatte, sah ich aus wie so eine fiese Puppe mit Korkenzieher-Locker.

 

Der Kampf ging weiter

… und ist noch lange nicht gewonnen.

Und ich weiß, ich darf den Tag niemals vor dem Abend loben. Die kleinen Biester – süße kleine Triebe des Giersch – kämpfen sich immer wieder durch den Rindenmulch.

Was erschreckend ist, dass sich teilweise riesige Wurzeln daran befinden. Was wiederum bedeutet, dass ich nicht ordentlich gearbeitet habe. Aber immerhin sind auch manchmal nur winzige Wurzeln am Grün.

Ich bleibe zuversichtlich, dass es irgendwann weniger werden wird.

Immerhin sieht man den Giersch richtig gut und so hat er kaum eine Chance mir zu entkommen. Das bedeutet aber auch, dass wir ständig am Ball bleiben müssen.
Was in einem Garten ja ohnehin der Fall ist. Das hört NIE auf. Wenn man vorne fertig ist, kann man hinten wieder anfangen.

Noch sind wir darum bemüht Grund in den Garten zu bekommen. Manchmal bin ich echt verzweifelt, weil ich einfach kein Ende sehe. Es sind so viele Baustellen.

Dennoch: Es macht total viel Spaß.

Obwohl ich auch vollkommen kaputt bin. Die ständige Müdigkeit gibt mir den Rest.

Bei allem, was an Schrecklichkeiten über uns hereinbricht gibt es aber auch etwas Positives zu berichten: Gestern hat der Lebensgefährte der Schwiegermutter mit mir gesprochen.

Er öffnet zwar noch immer nicht die Augen und ich habe leider auch nicht verstehen können, was er mir mitteilen wollte, was daran liegt, dass ich absolut nicht damit gerechnet hatte, dass er reden wird, und ich daher zu weit von seinem Mund entfernt war. Er kann zwar Worte Formen, aber diese nur hauchen. Das ist weniger als flüstern. Leider konnte ich ihn nicht dazu bewegen mir nochmals zu sagen, was er wollte. Dafür war er dann viel zu schwach und es strengte ihn zu sehr an.

Dafür hat er auf mein Verlangen hin meine Hand gedrückt. Auch das war vorher nicht möglich.

Zum Abschluss hat er auf meine Verabschiedung sogar Tschüs gesagt.

Das war ein guter Tag für ihn. Bin gespannt, was mich beim nächsten Besuch erwartet. Vielleicht öffnet er dann endlich die Augen. Dann könnte er sogar wieder selbstständig trinken.

Zum Abschluss noch ein Einblick auf das Beet, das fast fertig ist. Unter den Bäumen wächst noch immer viel Giersch. Hier konnte ich aufgrund des Wetters und meines versehrten Armes nicht weiterarbeiten.

Aber der Giersch lacht mich jeden Tag aufs neue an und will mir damit zeigen, wer Herr über den Garten ist.

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Da fliegt sie davon

Oder war es doch eher Schweben?

Am Freitag hatte ich ein unglaubliches Erlebnis.

Vor langer Zeit bekam ich einen Gutschein von sehr lieben Menschen zu meinem Firmenjubiläum geschenkt.
Wie das mit Gutscheinen so ist, man freut sich wie verrückt und legt ihn dann doch erst mal zur Seite.

Das schlechte Gewissen plagte mich schon seit längerem. Den Gutschein hatte ich mir oben auf meinen Schreibtisch gelegt, gut sichtbar.

Und neulich war es dann endlich soweit. Ich nahm das Telefon und vereinbarte einen Termin zum „floaten“.

Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann: das ist ein Bad in einer reichhaltigen Sole, die den Körper zum schweben bringt.

In diesem Fall liegt man in einem großen Becken in einem Badezimmer. Zum Glück nicht in einem abgeschlossenen Teil, wohlmöglich noch mit Deckel.

Zum 60-mminütigen floaten gab es vorab noch eine halbe Stunde Wohlfühlmassage.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich etwas aufgeregt war, was mich nun erwarten würde. Doch als ich das luxuriöse Badezimmer betrat und das große Becken sah, war ich doch sehr beruhigt. Das Bad hatte ich komplett für mich allein. Ich schloss die Tür und konnte in meinem Tempo duschen und mich vorbereiten.

Das Becken wurde gefüllt und erst ab dem Zeitpunkt begannen die 60 Minuten.

Ich krabbelte in das Becken und stellte mich echt etwas dämlich an mich in das Salzwasser zu legen. War ja aber keiner da, der sich darüber lustig machen könnte.
(Beim Verlassen stellte ich mich allerdings noch viel dämlicher an.)

Ich ließ mich im Wasser treiben, spürte, dass ich meinen Körper anspannte wie beim Rückenschwimmen, glaubte, sonst würde ich untergehen. Wobei der Wasserstand derart gering ist, dass man in dem Becken sicher nicht ertrinken kann. Man schwimmt halt oben auf dem Wasser. Dennoch friert man nicht. Das Wasser hat Körpertemperatur.

Anfänglich fand ich es nur toll mich von einem Beckenrand zum anderen mit leichtem Abstoßen zu bewegen. Ich fühlte mich wie in einem Wackelpudding, nur das es gar nicht glibberig und wackelig war.

Man schwebt.

Dann endlich ließ ich los, entspannte meine Muskeln. Ich schwebte nicht mehr, ich flog dahin. Mit geschlossenen Augen sah ich bald wilde Farben aufflackern. Alles war bunt und fröhlich. Eine Entspannung überfiel mich, wie ich sie noch nie erlebt hatte.

Erst als ich von einem leisen Geräusch geweckt wurde, war mir bewusst, dass ich eingeschlafen war und ich geschnarcht hatte. Dabei war ich mir sicher nicht zu schlafen. Später zuckte mein Körper etwas, was man kennt, wenn man einschläft. Davon wurde ich wieder wach und wieder war mir nicht klar, dass ich geschlafen hatte.

Bevor ich mich zum floaten angemeldet hatte war mir nicht klar, was man in so einem Becken wohl 60 Minuten lang machen soll. Das erschien mir doch sehr lang.

Das ist es auf KEINEN FALL!

Erstaunlich war, dass ich etwas zwei Minuten vor Beendigung die Augen öffnete und wach war. Ich schwebte mit offen Augen bewusst in dem Becken und betrachtete das Lichtspiel an der Decke.

Kurz darauf wechselte das Licht in weiß und ich wusste, dass ich nun eine halbe Stunde Zeit zum Duschen habe.

Das Salz auf meiner Haut war ein wunderbares Peeling. Meine Haut ist heute noch total weich.

Floaten ist zugegebener Maßen nicht ganz günstig, aber jeden Cent wert.

Ich bin zudem froh, dass ich doch so lange mit dem Einlösen gewartet hatte. Ich war durch dieses ganze Drama mit meinem Vater, der Schwiegermutter und ihrem Lebensgefährten so angespannt, dass diese Auszeit gerade recht kam.

Ich bin noch immer ganz eingenommen von dem Erlebten und noch immer tiefenentspannt.

An dieser Stelle nochmal ein dickes DANKESCHÖN an meine lieben Freunde, die mir dieses Erlebnis geschenkt hatten.

Ich seid die BESTEN!