Immunsystem … was ist das?

Ich scheine jedenfalls keines mehr zu haben.

Ich hangle mich gerade von einer Erkältung zur nächsten. Habe schon wieder Kratzen im Hals und Halsschmerzen.

So langsam reicht’s mir echt.

Aber was soll ich machen?

Ich kann die Situation gerade nicht ändern. Doof, dass mein Körper mir jetzt langsam zeigt, dass er auf den ganzen Wahnsinn keinen Bock mehr hat. Verstehe ich gut.

Ich bin gerade wieder in so einer Stimmung, dass ich am liebsten nur noch schreiend durch die Gegend laufen könnte. Das würde mich eventuell befreien. Für einen kurzen Moment. Bevor man mich aufgrund dessen schnappen und in eine Einrichtung bringen, in der es mir dann angeblich besser gehen würde.

Doch an der Sache an sich würde es nichts ändern.

Es würde auch nichts nützen Urlaub zu machen.
Mich mal zu erholen und abzuschalten.

Das würde die Sache an sich nicht ändern. Viel schlimmer wäre das Gefühl zurück in den Wahnsinn kehren zu müssen. Dann kann ich auch gleich hier bleiben.

Ich muss es eben aushalten.

Blöd nur, dass mein Körper echt absolut KEINEN BOCK mehr darauf hat.

Ist es das alles wert?

Keine Ahnung. Ich habe derzeit keine andere Wahl.

Das Leben kann bisweilen eben ein echtes Arschloch sein.

Da muss ich wohl durch.

GeDANKEN

Ich bin dankbar …

… dass ich endlich wieder ansatzweise gesund bin

… dass die Tage wieder länger werden. Auch wenn man dazu gar nichts beitragen kann und einfach nur warten muss, dass die Zeit vergeht. Ich freue mich jedes Jahr aufs neue, wenn es wieder heller wird. Selbst an so grauen Tagen wie heute, spürt man, dass es heller ist.

… dass ich liebe Freunde habe, die sich um sich sorgen

… dass meine Probleme alle im Grunde nur Luxus-Probleme sind

… dass ich bei dem Sau-Wetter nicht raus muss

… für meine positiven Gedanken. Denn sonst wäre das alles manchmal nicht zu ertragen

 

Ehrlicherweise ist mir die Liste verdammt schwer gefallen. Ein Grund mehr dankbar zu sein. Bei all den Negativem was man hört und liest, ist es so wichtig sich zu besinnen und daran zu denken, wie gut es einem doch im Grunde geht. Wir vergessen das leider viel zu schnell und lassen uns zu negativem hin- oder mitreißen.

Sagt NEIN zu denen, die euch mit ihrer schlechten Laune anstecken wollen.

Sagt NEIN zu Hass und Ausgrenzung.

Denkt positiv. Denn es geht uns wirklich richtig gut.

Mein Hamburg in Bildern

K wie Kaispeicher

Winter in Hamburg

Das, was aus dem Kaispeicher gemacht wurde, nenne ich eher Hamburger Großmannssucht. Was für Hamburger im Grunde komplett gegen den Strich geht. Hamburger Pfeffersäcke haben Geld, aber auf gar keinen Fall spricht man darüber und zeigt, was man hat. 

Dabei gibt es durchaus imposante Bauwerke in denen sich Hamburger Kaufleute ein Denkmal setzten.

Wie dem auch sei, wenn es nach mir gegangen wäre, hätte man das Geld für den Umbau des Kaispeichers sicher besser anlegen können. Zumal ich das Gebäude als nicht gelungen ansehe. Ich weiß, ich stehe damit sehr allein. Wobei Hamburger es entweder lieben oder hassen.

Mich zieht jedenfalls nichts dort hin. Und ich war seit der Fertigstellung auch noch nie in dem Gebäude.

In meinen bisherigen Leben bin ich selten in ein klassisches Konzert gegangen und habe auch nicht vor das nun zu ändern. Für alle anderen künstlerischen Darbietungen bin ich unterm Strich zu geizig.

Dann gehe ich lieber in die Oper. Das mag ich wirklich sehr.

Zurück zum Kaispeicher.

K-KaiSpeicher_3187

Historisch ist daran eher nichts. Der Speicher wurde in den 1960er Jahren als Ersatz für den im Krieg beschädigten Speicher errichtet. In erster Linie war es ein Zweckmäßiger Bau, an dem keine architektonische Meisterleistung zu erkennen gewesen wäre.

Dem war es wohl auch geschuldet, dass der Bau der Planung für ein derartiges Gebäude nicht standhalten konnte. Was die Kosten nochmals explodieren ließ und die Bauzeit verlängerte. Wir alle erinnern uns an die Witze, welches der Bau-Katastrophen schneller fertig werden würde: BER oder die Elbphilharmnoie.

Was mich zu der absoluten beknacktesten Abkürzung überhaupt bringt: Elphie.

Wie blöd muss man sein, um das „B“ verschwinden zu lassen?

Abkürzungen sind meines Erachtens ohnehin bescheuert.

Ihr seht, ich schwärme für diesen Bau und freue mich jeden Tag darüber. (Achtung: Sarkasmus).

Noch mehr ärgert mich die Berichterstattung der Medien. Angefangen beim NDR. Jedes Jahr wird aufs neue geschwärmt, wie unglaublich toll die Auslastung ist. WAHNSINN. Dabei wird aber grundsätzlich die Information vergessen, wie viel Geld uns dieses Konzerthaus jedes Jahr kostet. 2015 wurde errechnet, dass die Kosten sich auf 13 Millionen Euro pro Jahr belaufen. 

Eine Kleinigkeit. Nicht der Rede wert. Läuft super!

Andere Theater oder Kulturtreibende müssen das Nachsehen haben.

Macht nichts, die bringen schließlich nicht die Touristen in die Stadt.

Und wenn man das Geld gar in Bildung gesteckt hätte? Gar nicht auszudenken. Bildung wird ohnehin überbewertet.

Quenn Marry 2

Reiche mir die Hand zum Gruß

Und übertrage damit Millionen von Viren und Bakterien.

Ganz ehrlich, inzwischen hasse ich dieses Ritual. Ich weiß natürlich um dessen Bewandtnis. Nichts desto trotz steckt darin, beinah im wahrsten Sinn, die Pest.

Wenn es mir möglich ist, dann wasche ich mir SOFART danach die Hände. Wenn nicht, dann achte ich penibel darauf, was ich mit der Hand berühre. Vorzugsweise nichts an mir und bestenfalls erst recht nicht das Gesicht.

Doch das ist quasi unmöglich. Unterbewusst fassen wir uns ständig ins Gesicht. Gern an die Nase. Wir haben uns schneller angesteckt, als wir es ahnen.

Schon immer wollte ich ausprobieren, was passiert, wenn ich mich dem Ritual widersetze.

Eigentlich wollte ich das ohne Anlass tun. Doch neulich boten sich gleich zwei Gelegenheiten.

Beim Besuch eines Kunden legte ich meine Hand in Richtung meines Herzens und entschuldigte mich für das Ablehnen der Hand, meine Mitmenschen nicht anstecken zu wollen.

Die Reaktion war erstaunlich.

Der Kunde bedankte sich für meine Umsicht und wünschte mir gute Besserung.

Kurz darauf waren wir zu einem Vortrag geladen. Dort trafen wir auf viele Menschen, die wir aufgrund unseres Engagements für unser Stadtteilfest gut kennen.

Auch hier entschuldigte ich mein Ablehnen, wie ich es beim Kunden getan hatte.

Die Reaktionen waren jedoch vollkommen anders.

Meist sahen mich die Menschen fassungslos an. So als ob ich etwas ganz furchtbares und unentschuldbares getan hätte. Manche meinten, das sei doch kein Problem, sie seien schließlich auch erkältet, da würde es doch nichts ausmachen.

DOCH, das macht es.

Wenn ich ohnehin schon angeschlagen bin, habe ich absolut kein Interesse mir noch mehr Viren und Bakterien aufzuladen, die mich am Ende noch mehr schwächen werden.

Auf der einen Seite drehen die Menschen gerade aufgrund des Corona-Virus komplett durch und auf der anderen Seite aber wollen sie unbedingt an diesem Virenverbreitenden Ritual festhalten.

Ich habe beschlossen mich künftig mehr durchzusetzen und die Hand zu verweigern, wenn ich, entweder krank bin, oder aber nicht die Gelegenheit habe mir danach gründlich die Hände zu waschen,

Viren-Mutterschiff

Ich bin mir ganz sicher, dass große Teile meines Hirns durch die Nase meinen Kopf verlassen haben.

Wie kann ein einzelner Mensch nur so viel Schleim produzieren?

Das ist EKELHAFT!

Immerhin fühle ich mich nicht mehr ganz wie ausgekotzt. Ich halte sogar ein paar Stunden am Schreibtisch durch.

Und morgens kann ich sogar ansatzweise das Bett verlassen, ohne den dringenden Wunsch mich SOFORT wieder hinzulegen.

Also wird’s langsam.

L A N G S A M

Dann habe ich aber auch für dieses Jahr mein Soll für Erkältungen hinter mir. Hoffe ich.

Passt auf euch auf!

Wascht euch immer brav die Hände und fasst am Besten gar nichts mehr an.

Lebenszeichen

Was soll ich sagen: mich hat es schon wieder erwischt!

Und dieses Mal so richtig fies. Nachdem ich glaubte es vor zwei Wochen bereits hinter mir zu haben, habe ich Anfang der Woche noch mal so richtig die Klatsche bekommen.

Mann, wie nervig. Ich war doch gerade erst Anfang Dezember krank. Warum jetzt schon wieder?

Ja, ich weiß, ich mute mir zu viel zu und nun wehrt sich mein Körper. Er will endlich mal Ruhe haben. Die ich ihm natürlich auch nicht gönne. Es geht halt grad nicht so wirklich.

Aber nun ist ja Wochenende.

Ansonsten merke ich gerade, dass ich sehr dünnhäutig worden bin. Ich kann mich mit negativen Dingen einfach nicht befassen.

Um mich herum ist ohnehin alles eher negativ behaftet. Da kann ich mir alles andere nicht mehr antun.

Ich weiß, es kommen wieder bessere Zeiten.

Mir würde es bereits ausreichen, wenn es Frühling wird.

Die Temperaturen lassen einen bereits erahnen, wie schön es werden kann. Aber bevor der Februar nicht vorbei ist, will ich mich nicht zu sehr drauf freuen.

Wie war das noch mit dem Tag vor dem Abend loben …?

Wie dem auch sei.

Ich wünsche euch allen ein super schönes und kuscheliges Wochenende.

WOW! Ab morgen ist bereits Februar! Ist das zu fassen?

Mein Hamburg in Bildern

I wie Industrie

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Auch das gehört zu Hamburg. 

Hamburg lebt von seinem Hafen.
Wenn wir Besuch von außerhalb haben, dann fahren wir immer gern in den „richtigen“ Hafen. Meist kennen Touristen den Hafen an den Landungsbrücken, vielleicht auch noch den Fischmarkt und inzwischen auch das Cruise-Center in der Hafen-City. 

Der Hafen ist jedoch noch so viel mehr.

Wenn man mit dem Auto hindurchfährt, erfährt man, dass der Hafen vielmehr Industrie ist und wenig romantisch.

Eines Tages fuhr ich mit meinem Mann ziellos durch die Gegend. Keine Ahnung, wie es dazu kam, dass wir in Altenwerder landeten.

Damals war der Hafenausbau schon geplant, aber noch nicht vollzogen.

Mir war das alles nicht bewusst. Bis dahin hatte ich mich damit nicht beschäftigt.

Wir gingen auf Straßen, die längere Zeit kein Auto oder andere Form von Leben gesehen hatten. Grundstücke waren eindeutig zu erkennen, aber es fehlten die Häuser. Straßenlaternen ragten wie mahnende Pfeiler ins Leere.

Ein einsames Haus trotzte dem Verfall. Mittendrin ragte eine schöne Kirche aus der Trostlosigkeit heraus.

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Später erfuhren wir, dass ein einsamer Fischer dem Verfall Widerstand leistete. Am Ende aber doch nachgab und nach Finkenwerder zog.

Sieht man sich alte Bilder von Altenwerder an, kommen einem die Tränen. Das war ein hübsches Fischerdorf. Dass nun dem Hafen weichen musste.

Heute ist von all dem nichts mehr zu erkennen. Einzig die Kirche erzählt Geschichten von alten, und für die Bewohner sicher, besseren Zeiten.

Ich mag mir gar nicht vorstellen wie schlimm es gewesen sein muss sein Heim zu verlassen und vor allem nie mehr zurückkehren zu können. Und wenn dann nur, um zu sehen, dass nichts mehr davon geblieben ist. Außer der Erinnerung und ein paar schönen alten Bildern.

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